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Saitenstärke für tiefe Stimmungen

Gib den Satz an, den du in Standardstimmung spielst, und die neue Stimmung: Der Rechner zeigt, wie viel Spannung jede Saite verliert, und schlägt die Stärke vor, die sie zurückbringt.

   
   
   

Saite für Saite

Ziel ist die Spannung jeder Saite des Referenzsatzes in dessen eigener Stimmung.

SaiteTonAktuelle SaiteSpannung mit aktueller SaiteVorschlagSpannung mit Vorschlag

Saitengewichte: D'Addario, String Tension Specifications. Spannung des ganzen Satzes

Anleitung
Varianten 3
Hilfe und Erklärungen
Auf einen Blick

Saitenstärke für tiefe Stimmungen

Stimmst du tiefer, verliert jede Saite Spannung: einen Halbton tiefer etwa 11 %, einen Ganzton tiefer etwa 21 %, und die tiefe Saite in Drop C über 35 %. Die Saite wird schlaff, schnarrt, und der Ton zieht beim Anschlag nach oben. Abhilfe schafft eine stärkere Saite, und zwar nur so viel stärker, wie nötig ist.

Sätze mit der Spannung eines .010–.046 bei 25,5″

Stärken aus der D'Addario-Tabelle, die der Spannung jeder Saite des EXL110 in E-Standard am nächsten kommen.

StimmungVorgeschlagener Satzkglb
E♭ A♭ D♭ G♭ B♭ E♭.0105 .014 .018 .028 .038 .04947,2104,0
D G C F A D.011 .015 .019 .030 .042 .05248,3106,4
D A D G B E.010 .013 .017 .026 .036 .05246,9103,5
C G C F A D.011 .015 .019 .030 .042 .05647,9105,5
B F♯ B E G♯ C♯.012 .015 .020 .030 .044 .06046,4102,2

D'Addario, String Tension Specifications

So geht's

  1. Wähle das Instrument und die neue Stimmung (Drop C, Drop B, Ganzton tiefer, Open G …).
  2. Wähle den Referenzsatz: den, den du in Standardstimmung gern spielst. Seine Spannung ist das Ziel.
  3. Prüf die Mensur. Gitarren mit 24,75″ brauchen für dieselbe Spannung etwas stärkere Saiten als solche mit 25,5″.
  4. Lies die Tabelle: Spannung mit aktueller Saite zeigt, wie viel jede Saite verliert, Vorschlag die Stärke, die die Spannung zurückbringt.
  5. Mit Vorschlag kopieren nimmst du die Liste mit in den Laden.
Hilfe und Erklärungen

Gib den Satz an, der sich für dich in Standardstimmung gut anfühlt, und wähle die neue Stimmung. Der Rechner nimmt die Spannung jeder Saite dieses Satzes als Ziel und sucht in der Gewichtstabelle von D'Addario die Stärke gleicher Bauart, die am nächsten kommt. Mit einem 10er-Satz (.010–.046) auf 25,5″ ergibt Drop C: .011 .015 .019 .030 .042 .056.

Warum die Saite stärker werden muss

Die Spannung wächst mit dem Quadrat der Frequenz: T = UW × (2 × L × F)² ÷ 386,4 (Formel von D'Addario). Damit sie bei einem tieferen Ton gleich bleibt, muss das Saitengewicht (UW) im selben Verhältnis steigen, in dem das Frequenzquadrat gefallen ist. Einen Ganzton tiefer fällt die Frequenz auf 89 %, ihr Quadrat auf 79 %: Die Saite muss rund 26 % mehr wiegen, das sind etwa 12 % mehr Durchmesser.

Der Rechner erfindet keine Saiten: Er wählt aus den Stärken der D'Addario-Tabelle in derselben Bauart wie die Originalsaite (blanker Stahl, Nickel umsponnen, Bronze umsponnen, Bass). Deshalb liegt die vorgeschlagene Spannung nahe am Ziel, aber selten genau darauf.

Die gefragtesten Stimmungen

Drop D ändert nur die tiefe E-Saite (einen Ganzton tiefer) und klappt fast immer mit dem gewohnten Satz. Drop C (C G C F A D) senkt alles um einen Ganzton und die tiefe Saite um einen weiteren: Sätze wie .011–.056 oder .012–.056 sind üblich. Drop B, in deutschen Tonnamen H Fis H E Gis Cis, braucht auf 25,5″ schon .012–.060 oder mehr, und viele wechseln dann auf eine längere Mensur oder einen Siebensaiter.

Beim Bass laufen Drop D und Halbton tiefer mit dem normalen Satz; Stimmungen mit tiefem H oder A brauchen Saiten von .125 bis .135 und am besten 35″ Mensur.

Nach dem Saitenwechsel

Stärkere Saiten sitzen enger in den Sattelkerben: Prüf, ob die Saite beim Stimmen hängen bleibt. Die neue Gesamtspannung verändert auch die Halskrümmung; kontrolliere Saitenlage und Oktavreinheit. Die Spannung des ganzen Satzes zeigt der Saitenspannungsrechner. Willst du nur umstimmen, ohne neue Saiten: Das Gitarren-Stimmgerät hat Drop- und Open-Stimmungen eingebaut.

Tipps

  • Liegt die vorgeschlagene Spannung über dem Ziel, nimm die nächstdünnere Stärke: Eine etwas lockerere Saite stört weniger als eine klemmende Sattelkerbe.
  • Für Drop C behalten viele die drei hohen Saiten ihres normalen Satzes und tauschen nur die drei tiefen; die Tabelle zeigt, ob sich das lohnt.
  • Stell die Oktavreinheit jeder neuen Saite mit der Oktavreinheit-Prüfung ein.

Häufige Fragen

Welche Saiten für Drop C?

Um die Spannung eines .010–.046 auf 25,5″ zu halten, ergibt die D'Addario-Tabelle .011 .015 .019 .030 .042 .056. Fertige 11–56-Sätze kommen dem nahe. Auf 24,75″ sind dieselben Stärken etwa 6 % lockerer.

Muss ich für Drop D die Saiten wechseln?

Meist nicht: Nur die tiefe E-Saite geht einen Ganzton runter und verliert etwa 21 % Spannung. Schnarrt sie, tausch nur sie gegen eine .049 oder .052.

Welche Saitenstärke für einen Ganzton tiefer?

Etwa eine Stufe stärker auf allen Saiten: Wer in E-Standard .010–.046 spielt, hat mit .011–.052 in D-Standard (D G C F A D) eine ähnliche Spannung.

Welche Saitenstärke für Drop B auf einer 6-saitigen Gitarre?

Bei 25,5″ etwa .012 .015 .020 .030 .044 .060. Allein die tiefe Saite braucht eine .060, um auf H die Spannung einer .046 auf E zu erreichen.

Gilt der Rechner auch für Westerngitarre und Bass?

Ja: Wähle das Instrument, und er nimmt Saiten derselben Bauart, also Bronze umsponnen bei der Westerngitarre und Nickel umsponnen beim Bass. Konzertgitarrensaiten werden nach Spannung verkauft; der Vorschlag erscheint dort als Saite aus einem anderen Satz.