Cello stimmen in C G D A: Das Violoncello hat dieselben Töne wie die Bratsche, eine Oktave tiefer (C2 G2 D3 A3, in Helmholtz-Schreibweise C G d a), und die Saiten liegen reine Quinten auseinander. Die C-Saite hat nur 65 Hz, deshalb lohnt es sich, das Handy gut zu platzieren.
Das Stimmgerät erkennt die gespielte Saite und zeigt Ton, Cent und Richtung, mit Kammerton 440, 442 oder 443 Hz. Es läuft im Browser, ohne App und ohne Anmeldung, und der Ton verlässt dein Gerät nicht.
So geht's
- Tippe auf Mikrofon einschalten und erlaube den Zugriff. Stell das Handy auf ein Notenpult, etwa 30 cm vom Cello entfernt, auf Höhe der F-Löcher.
- Streich die leere Saite mit langem Bogen und etwas Gewicht an und lass sie klingen.
- Nadel links: Die Saite ist zu tief, spannen. Nadel rechts: zu hoch, lockern. Im grünen Bereich (±5 Cent) ist sie gestimmt.
- Feinkorrekturen an den Feinstimmern (im Uhrzeigersinn höher), größere Korrekturen an den Wirbeln: langsam drehen und hineindrücken.
- Stimm zuerst das A, dann D, G und C, und prüf am Ende noch einmal das A.
Stimmen in Quinten und das C des Cellos
Viele Cellistinnen und Cellisten stimmen das A mit dem Stimmgerät und die anderen Saiten nach Gehör, zwei Saiten zusammen, bis die Schwebung verschwindet. Die reine Quinte ist etwa 2 Cent weiter als die des Stimmgeräts; vom A abwärts landet das C rund 6 Cent unter der Null.
Im Quartett und im Orchester klingt das gut. Mit Klavier stimm G und C näher an die Null, sonst klingt die leere C-Saite gegen das Klavier zu tief.
Wirbel oder Feinstimmer
Das Cello hat meist mindestens an der A-Saite einen Feinstimmer. Nimm ihn für die letzte Korrektur; ist er am Ende seines Wegs, dreh ihn zurück in die Mitte und korrigier am Wirbel. Steht der Steg nach viel Stimmen schief, richte ihn auf, bevor du weitermachst.
Tipps
- Klappt die Erkennung beim C nicht, halte das Handy näher ans F-Loch und streich kräftiger, nahe am Steg.
- Ventilator und Klimaanlage rauschen genau im tiefen Bereich des Cellos; schalte sie beim Stimmen aus.
- Stimm in Spielhaltung, mit dem Stachel fest am Boden: Das Instrument schwingt frei, und die Anzeige bleibt ruhig.
- Ein ganz hineingedrehter Feinstimmer kann die Decke berühren und zerkratzen; schau ab und zu unter den Saitenhalter.
Häufige Fragen
Wie stimme ich ein Cello?
Mikrofon einschalten, das A mit langem Bogen streichen und der Nadel folgen, bis die Anzeige grün ist. Dann D, G und C. Kleine Korrekturen an den Feinstimmern, große an den Wirbeln, zum Schluss das A noch einmal prüfen.
Wie heißen die Saiten beim Cello?
Von der tiefsten zur höchsten: C, G, D und A (C2 G2 D3 A3), bei a' = 440 Hz etwa 65, 98, 147 und 220 Hz.
Wie benutze ich die Feinstimmer am Cello?
Saite streichen, auf die Nadel schauen und die Schraube am Saitenhalter drehen: im Uhrzeigersinn wird der Ton höher, gegen den Uhrzeigersinn tiefer. Feinstimmer schaffen nur wenige Cent; größere Abweichungen korrigierst du am Wirbel.
Warum erkennt das Stimmgerät die C-Saite schlecht?
Kleine Mikrofone nehmen unter 100 Hz wenig auf, und das C des Cellos liegt bei 65 Hz; manchmal hört die Erkennung eher einen Oberton als den Grundton. Halte das Handy näher, streich mit festem Bogen und vermeide tiefe Hintergrundgeräusche.
Kann ich damit auch einen Kontrabass stimmen?
Der Kontrabass ist in Quarten gestimmt, E A D G, also wie der E-Bass. Nimm dafür das Bass-Stimmgerät mit der Stimmung 4 Saiten.
Wie oft muss ich mein Cello stimmen?
Vor jedem Üben kurz prüfen, besonders bei Wetterwechsel und in der Heizperiode, wenn die Luft trocken ist. Neue Saiten brauchen in den ersten Tagen öfter Nachstimmen.
Soll ich das Cello auf 440 oder 442 Hz stimmen?
Zum Üben auf 440 Hz, im Orchester auf den Ton der Gruppe, oft 442 oder 443 Hz. Das A des Cellos ist A3 (220 bzw. 221 Hz), rechnen musst du aber nicht: Die Auswahl berechnet alle Saiten neu.