Online-Stimmgerät für alle Instrumente

Chromatisches Stimmgerät übers Mikrofon: Saite anschlagen oder Ton singen und sofort Ton, Cent und Nadel sehen. Für Gitarre, Bass, Ukulele, Geige, Blasinstrumente und Stimme.

Der Ton wird auf deinem Gerät verarbeitet und an keinen Server gesendet.
Mikrofon aus
♪
spiel einen Ton und lass ihn klingen
 
 
—Stabilität
—Mittelwert (Cent)
—gespielte Töne

Dieses Stimmgerät online erkennt jeden Ton, der am Mikrofon ankommt, vom tiefen H des Fünfsaiter-Basses bis zum hohen E der Geige. Es zeigt groß den nächstgelegenen Ton, wie viele Cent du darüber oder darunter liegst und in welche Richtung du korrigieren musst. Weil es chromatisch ist, funktioniert es mit jedem Instrument und jeder Stimmung, auch bei offenen Stimmungen oder einer Gitarre, die einen Halbton tiefer gestimmt ist.

Alles passiert auf deinem Gerät: Die Seite liest das Mikrofon über die Web Audio API des Browsers und bestimmt die Tonhöhe, ohne Ton an einen Server zu schicken. Du musst keine App installieren und kein Konto anlegen.

So geht's

  1. Tippe auf Mikrofon einschalten und erlaube den Zugriff, wenn der Browser fragt.
  2. Schlag eine leere Saite an (oder sing einen Ton) und lass sie klingen. Der Ton erscheint groß, und die Nadel bewegt sich.
  3. Nadel links und Pfeil nach oben (↑): Der Ton ist zu tief, Saite spannen. Nadel rechts und Pfeil nach unten (↓): zu hoch, Saite lockern.
  4. Wird die Zahl grün, zwischen −5 und +5 Cent, ist die Saite gestimmt. Weiter zur nächsten.
  5. Spielst du ein transponierendes Instrument (Trompete und Klarinette in B, Altsaxophon in Es, Horn in F), wähl die Transposition: Dann liest du den Ton so, wie er in deinen Noten steht.

Was Cent bedeuten und welche Genauigkeit reicht

Ein Halbton hat 100 Cent. Klingen zwei Töne zusammen, hört das Ohr eine Verstimmung ab etwa 5 bis 10 Cent. Deshalb gilt ein Ton innerhalb von ±5 Cent als gestimmt (grün) und bis ±15 Cent als fast gestimmt (gelb). Neue Stahlsaiten klingen in den ersten Sekunden nach dem Anschlag etwas höher; warte, bis sich der Ton beruhigt, bevor du korrigierst.

Kammerton: 440, 442, 443 oder 432 Hz

Standardmäßig rechnet das Stimmgerät mit a' = 440 Hz, dem internationalen Kammerton. Viele Orchester in Deutschland, Österreich und der Schweiz stimmen auf 442 oder 443 Hz, Blaskapellen meist auf 440 Hz, und manche bevorzugen 432 Hz. Stell den Wert unter Kammerton ein: Alle Töne werden neu berechnet, und die Wahl bleibt auf dem Gerät gespeichert.

H oder B: die Notennamen

Bei uns heißt der Ton zwischen A und C H, und B ist der Ton einen Halbton darunter. Englische Apps und Clip-Tuner schreiben dagegen B für unser H. Dieses Stimmgerät zeigt deshalb standardmäßig H; unter Notennamen schaltest du auf die internationale Schreibweise um. Erhöhte Töne werden mit ♯ angezeigt: C♯ ist Cis, F♯ ist Fis, und A♯ entspricht unserem B. Die Oktavzahl folgt der wissenschaftlichen Zählung: Das eingestrichene c' ist C4, der Kammerton a' ist A4.

Tipps

  • Stimm an einem ruhigen Ort und halte das Instrument nah ans Mikrofon; beim Handy nimmt meist die Unterseite am besten auf.
  • Schlag die Saite einmal an und lass sie ausklingen, statt immer wieder zu zupfen: Die Anzeige wird ruhiger.
  • Springt die Anzeige zwischen zwei Oktaven, nimm das Flageolett am 12. Bund oder spiel leiser. Das Stimmgerät korrigiert Oktavfehler, aber stark verzerrter Klang verwirrt jede Tonerkennung.
  • Eine E-Gitarre ohne Verstärker klingt leise: Halte die Saiten nah ans Mikrofon oder schließ die Gitarre an ein Audio-Interface an (Volume-Regler voll auf) und wähl es im Browser als Eingang.
  • Stimm immer von unten an den Ton heran (etwas lockern, dann hochspannen): So hält die Saite die Stimmung besser.

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Online-Stimmgerät?

Der Browser liest das Mikrofon über die Web Audio API, und ein Erkennungsverfahren (YIN) bestimmt die Grundfrequenz des Tons. Daraus berechnet die Seite mehrmals pro Sekunde den nächsten Notennamen und die Abweichung in Cent.

Ist ein Online-Stimmgerät so genau wie ein Clip-Tuner?

Bei ruhig klingenden Tönen liegt die Genauigkeit bei etwa einem Cent, also auf dem Niveau guter Clip-Tuner. Ein Clip-Tuner misst die Schwingung am Instrument und ist in lauter Umgebung im Vorteil; zu Hause oder im Übungsraum merkst du keinen Unterschied.

Wird mein Ton aufgenommen oder hochgeladen?

Nein. Die Erkennung läuft mit der Web Audio API auf deinem Gerät. Kein Audio verlässt den Browser, und nichts wird gespeichert.

Warum zeigt das Stimmgerät B an, wo ich H erwarte?

Dann ist die internationale Schreibweise eingestellt, in der B unserem H entspricht. Stell unter Notennamen auf „C D E … H“ um. Das deutsche B, einen Halbton unter dem H, zeigt das Stimmgerät als A♯ an.

Was bedeutet „chromatisch“ bei einem Stimmgerät?

Ein chromatisches Stimmgerät erkennt alle zwölf Halbtöne, nicht nur die Saiten einer bestimmten Stimmung. Damit stimmst du jedes Instrument in jeder Stimmung. Wer lieber Saiten-Buttons und automatische Saitenerkennung hat, nimmt das Gitarren-Stimmgerät.

Kann ich den Kammerton auf 442 oder 443 Hz einstellen?

Ja. Wähl unter Kammerton einen Wert zwischen 415 und 466 Hz, etwa 442 oder 443 Hz fürs Orchester oder 432 Hz. Alle Töne werden ab dieser Frequenz berechnet, und die Einstellung bleibt gespeichert.

Funktioniert das Stimmgerät auch auf dem Handy?

Ja, auf Android und iPhone in jedem aktuellen Browser, ohne App. Du kannst die Seite auf den Startbildschirm legen und wie eine App öffnen.

Klappt das auch mit Blasinstrumenten und der Stimme?

Ja. Der Bereich reicht von 25 bis 1500 Hz und deckt Tuba, Bass, Stimme, Flöte und Geige ab. Für B-Trompete, Klarinette, Es-Saxophon und F-Horn stellst du die Transposition ein und liest den Ton wie in deinen Noten.

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