Geige stimmen mit 442 Hz

Das Geigen-Stimmgerät startet mit Kammerton 442 Hz: Es erkennt die gespielte Saite und zeigt, wie weit sie von g, d′, a′ oder e″ in der 442-Stimmung entfernt ist.

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Das a′ der Geige ist der Kammerton selbst: Stimmt dein Orchester auf 442 Hz, muss die A-Saite genau 442 Hz haben und die anderen Saiten folgen ihr. Dieses Stimmgerät öffnet direkt mit 442 Hz, erkennt, welche Saite du spielst, und misst sie gegen die 442-Stimmung; auch die Referenztöne zum Anhören klingen auf 442 Hz.

442 Hz ist in der Schweiz der übliche Stimmton und in vielen Jugendorchestern, Musikschulen und Kammerensembles in Deutschland und Österreich verbreitet; große Sinfonieorchester stimmen oft auf 443 Hz. Für Kindergeigen (1/2, 3/4) gilt dieselbe Stimmung.

Töne und Frequenzen der Saiten

Stimmung der Geige: Standard, 4 Saiten. Töne: G3 D4 A4 E5, von 196,89 Hz bis 662,25 Hz bei A4 = 442 Hz.

SaiteTonFrequenz (Hz)
4. SaiteG3196,89
3. SaiteD4295,00
2. SaiteA4442,00
1. SaiteE5662,25

So geht's

  1. Tippe auf Mikrofon einschalten und erlaube den Zugriff. Der Kammerton steht schon auf 442 Hz.
  2. Beginn mit der A-Saite: Streich sie mit ruhigem Bogen oder zupf sie, bis die Nadel in der Mitte steht.
  3. Dann D, G und zuletzt E. Die letzten Cent an den Feinstimmern, große Abstände an den Wirbeln.
  4. Probt deine Gruppe auf 443 oder 440 Hz, stell den Kammerton um: Alle Saiten werden sofort neu berechnet.

Die Geigensaiten bei 442 Hz

Von der tiefsten zur höchsten Saite: g (G3) 196,89 Hz, d′ (D4) 295,00 Hz, a′ (A4) 442,00 Hz und e″ (E5) 662,25 Hz. Gegenüber 440 Hz liegt jede Saite knapp 8 Cent höher; an der E-Saite sind das schon gut 3 Hz.

Im Orchester gibt meist die Oboe das A. Wer zu Hause mit 442 Hz vorstimmt, muss in der Probe nur noch nachkorrigieren, statt die Saiten unter Zeitdruck um mehrere Cent zu ziehen.

Tipps

  • Die E-Saite nur am Feinstimmer höher stimmen: Sie ist dünn und reißt am Wirbel leicht.
  • Nach dem Wechsel von 440 auf 442 Hz den Steg prüfen; die höhere Spannung zieht ihn zum Griffbrett.
  • Neue Saiten dehnen sich noch: In den ersten Tagen vor jeder Probe auf 442 Hz nachstimmen.
  • Den Stimmton a′ = 442 Hz zum Anhören liefert der Tongenerator.

Häufige Fragen

Warum stimmen manche Orchester auf 442 Hz?

Ein etwas höherer Kammerton lässt Streicher brillanter klingen, und viele Blasinstrumente sind darauf gebaut. Jede Gruppe legt ihren Ton selbst fest; 440 Hz bleibt die Norm.

Wie groß ist der Unterschied zwischen 440 und 442 Hz?

Knapp 8 Cent an jeder Saite, weniger als ein Zehntel Halbton. Allein hörst du ihn kaum, im Zusammenspiel entstehen aber Schwebungen.

Geige stimmen 442 oder 443 Hz?

Nach dem Ton deiner Gruppe. In der Schweiz meist 442 Hz, in deutschen und österreichischen Sinfonieorchestern oft 443 Hz. Für 443 Hz stell den Kammerton um oder nutze das Stimmgerät 443 Hz.

Soll ich zu Hause auch auf 442 Hz üben?

Wenn du vor allem im Orchester spielst, ja. Zum Üben mit Klavier oder Aufnahmen meist 440 Hz: Den Kammerton kannst du hier jederzeit umstellen.

Gibt es das auch für Cello und Bratsche?

Ja: Cello stimmen 442 Hz, und im Bratschen-Stimmgerät kannst du den Kammerton auf 442 Hz stellen.