Akkord bestimmen und erkennen
Du kannst den Akkord greifen, weißt aber nicht, wie er heißt? Markiere die Töne auf der Klaviatur oder die Bünde auf dem Griffbrett von Gitarre, E-Gitarre, Ukulele, Mandoline, Bass, Cavaquinho oder Viola caipira, und das Tool sagt dir, welcher Akkord es ist: das Akkordsymbol (C/E, Am7, F♯m7♭5), den ausgeschriebenen Namen, die Umkehrung und die Funktion jedes Tons im Akkord.
So geht's
- Wähl Klaviatur, Griffbrett oder Mikrofon.
- Auf der Klaviatur tippst du Tasten an, um sie zu markieren oder die Markierung wieder zu entfernen. Der tiefste Ton ist der Basston des Akkords.
- Auf dem Griffbrett wählst du Instrument und Stimmung und tippst auf den Bund jeder Saite. Über dem Griffbrett bedeutet o Leersaite und x eine Saite, die nicht klingt; tippe dort, um umzuschalten.
- Lies Namen, Umkehrung und die anderen möglichen Namen ab. Abspielen lässt dich hören, was du markiert hast, und Griffe im Akkordlexikon zeigt andere Griffe für denselben Akkord.
- Im Mikrofonmodus spielst du den Akkord auf deinem Instrument und lässt ihn nahe am Handy oder Computer ausklingen.
Hilfe und Erklärungen
Das Tool prüft alle zwölf Grundtöne und fast dreißig Akkordtypen und wählt den einfachsten Namen, der die Töne erklärt. Weil dieselben Töne mehr als einen Namen haben können (A, C, E und G sind Am7 oder C6 mit A im Bass), stehen die anderen Lesarten direkt darunter und werden per Fingertipp zum Hauptnamen. Die Akkordsymbole sind international geschrieben: Ein B im Symbol ist das deutsche H, ein B♭ das deutsche B.
Umkehrung und Basston: warum C/E erscheint
Ist der tiefste Ton nicht der Grundton, ist der Akkord umgekehrt, und das Symbol zeigt den Basston hinter dem Schrägstrich. C, E und G mit dem E unten ist C/E (1. Umkehrung, Terz im Bass, in der klassischen Harmonielehre der Sextakkord); mit dem G unten C/G (2. Umkehrung, Quartsextakkord). Gehört der Basston gar nicht zum Akkord, etwa D-Dur mit C im Bass, lautet das Symbol D/C.
Ein Akkord, mehrere Namen
Manche Kombinationen sind mehrdeutig: A, C, E und G können Am7 oder C6/A sein, und C, Es, Ges und A bilden einen verminderten Septakkord mit vier Namen (Cdim7, E♭dim7, F♯dim7 und Adim7). Das Tool nennt zuerst den Namen mit dem Grundton im Bass und dem gängigsten Typ, entscheiden muss aber das Stück: Schau auf die Tonart und die Nachbarakkorde. Fehlt die Quinte, weist das Ergebnis darauf hin, denn viele Gitarrengriffe lassen sie weg.
So funktioniert der Mikrofonmodus
Der Browser berechnet das Spektrum des Klangs und addiert die Stärke jedes Tons in den zwölf Tonklassen (C, Cis, D …), das sogenannte Chromagramm. Die Balken zeigen diese Stärke, und der ähnlichste Akkord erscheint, sobald die Messung stabil ist. Das klappt mit einem Akkord zur Zeit, von einem Instrument, in ruhiger Umgebung; die Akkorde eines aufgenommenen Songs heraushören kann es nicht. Der Ton wird auf dem Gerät verarbeitet und nicht gesendet.
Tipps
- Nur zwei Töne markiert? Das Ergebnis zeigt das Intervall (große Terz, reine Quinte …) und den wahrscheinlichsten Akkord, dem vielleicht die Quinte fehlt.
- Für Akkorde mit None, Undezime oder Tredezime markierst du die Erweiterung in beliebiger Oktave: Es zählt der Ton, und der Bass ist immer der tiefste.
- Auf dem Griffbrett zeigt Linkshänder das Griffbild gespiegelt.
- In lauter Umgebung irrt sich der Mikrofonmodus öfter; markiere die Töne auf der Klaviatur, wenn du sicher sein willst.
- Du willst den umgekehrten Weg, vom Namen zum Griff? Nimm das Akkordlexikon.
Häufige Fragen
Wie bestimme ich einen Akkord aus seinen Tönen?
Markiere die Töne auf der Klaviatur oder die Bünde auf dem Griffbrett und lies das Akkordsymbol ab. Das Tool vergleicht die Töne mit allen Akkordtypen auf allen Grundtönen und zeigt den einfachsten Namen zuerst, die anderen möglichen Namen darunter.
Kann ich einen Akkord am Klang erkennen lassen?
Ja, im Modus Mikrofon: Spiel einen Akkord und lass ihn klingen. Am besten klappt das mit Gitarre oder Klavier allein und ohne Nebengeräusche. Um alle Akkorde aus einem aufgenommenen Song herauszuhören, taugt es nicht, weil es immer nur einen Akkord hört.
Was ist eine Akkordumkehrung?
Ein Akkord, bei dem ein anderer Akkordton im Bass liegt. In der 1. Umkehrung liegt die Terz unten (C/E), in der 2. die Quinte (C/G), und bei Septakkorden bringt die 3. Umkehrung die Septime in den Bass (C7/B♭, also C7 mit deutschem B im Bass).
Warum erscheinen mehrere Namen für denselben Akkord?
Weil sich dieselben Töne auf mehrere Arten deuten lassen: Am7 und C6/A haben genau dieselben Töne. Der erste Name ist der wahrscheinlichste; welcher passt, entscheidet der Zusammenhang im Stück.
Funktioniert das mit Ukulele, Mandoline und Bass?
Ja. Im Modus Griffbrett wählst du Instrument und Stimmung (Ukulele G C E A mit hohem oder tiefem G, Mandoline G D A E, Bass mit 4 oder 5 Saiten, dazu Cavaquinho und Viola caipira). Der Bass ist immer der tiefste klingende Ton, auch auf der Ukulele, deren oberste Saite hoch gestimmt ist.
Was bedeutet „ohne Quinte“?
Dass der Akkord auch ohne Quinte erkannt wurde, einen Ton, den viele Griffe weglassen, ohne dass sich der Akkordtyp ändert. Ob ein Akkord Dur, Moll oder ein Septakkord ist, entscheiden Terz und Septime.
Wird der Ton vom Mikrofon aufgenommen oder gesendet?
Nein. Die Analyse läuft im Browser auf deinem Gerät. Es wird kein Ton gesendet oder gespeichert.