Akkorde einer Tonart: Dur und Moll
Die Akkorde einer Tonart entstehen aus ihrer Tonleiter: Auf jedem Ton schichtest du Terzen, und zwar nur mit den Tönen dieser Tonleiter. In Dur ist das Muster immer Dur, Moll, Moll, Dur, Dur, Moll und vermindert; deshalb sind die leitereigenen Akkorde von C-Dur C, Dm, Em, F, G, Am und H° (international B°). Wer die Akkorde einer Tonart kennt, hat die Abkürzung, um Lieder nach Gehör zu spielen und eigene Akkordfolgen zu bauen.
So geht's
- Wähl die Tonart (C, G, D, Am …) und den Modus: Dur, natürliches Moll, harmonisches Moll oder melodisches Moll. Die Auswahl und die Akkordsymbole sind international geschrieben: B steht für das deutsche H, B♭ für das deutsche B.
- Wähl das Instrument: Gitarre, Cavaquinho, Ukulele oder Klavier. Jeder Akkord erscheint mit Griffbild; der lila Punkt markiert den Grundton des Akkords.
- Tippe auf einen Akkord, um ihn zu hören. Mit ↻ siehst du eine andere Lage desselben Akkords auf dem Griffbrett.
- Mit Mit Septime werden aus den Akkorden Vierklänge: in C-Dur C7M (also Cmaj7), Dm7, Em7, F7M (Fmaj7), G7, Am7 und Bm7(♭5), also Hm7♭5.
- Tonleiter spielen spielt die Tonleiter der Tonart; Alle 7 Akkorde spielen spielt die ganze Reihe von I bis vii und zurück zur I.
- Unter den Akkorden stehen Tabellen mit allen 12 Dur- und Molltonarten. Tippe auf das erste Akkordsymbol einer Zeile, um diese Tonart zu öffnen.
Hilfe und Erklärungen
Wähl Tonart und Modus, und das Tool baut die sieben Akkorde als Dreiklänge und als Septakkorde, mit Stufe in römischen Ziffern, Funktion, Akkordsymbol, ausgeschriebenem Namen und Griffbild für dein Instrument. Tippe auf einen Akkord, um ihn zu hören. Um eine Tonart direkt zu öffnen, hängst du ?tom= an die Adresse, etwa /de/akkorde-einer-tonart/?tom=G oder ?tom=Am (in internationaler Schreibweise, also B für H).
Stufen und Funktionen: Tonika, Subdominante und Dominante
Jeder Akkord wird nach seiner Stufe in römischen Ziffern benannt: groß für Dur-Akkorde (I, IV, V), klein für Moll-Akkorde (ii, iii, vi) und mit ° für den verminderten Akkord (vii°). Die Stufen gehören zu drei Funktionen. Die Tonika (I, iii, vi) wirkt ruhig, wie zu Hause; die Subdominante (ii, IV) entfernt sich von der Ruhe; die Dominante (V, vii°) erzeugt die Spannung, die zurück zur Tonika drängt. In der deutschen Funktionstheorie heißt die vi auch Tonikaparallele (Tp) und die ii Subdominantparallele (Sp).
Deshalb ist I–IV–V–I (C, F, G, C) die häufigste Akkordfolge in Pop, Rock und Volksmusik, und ii–V–I (Dm7, G7, Cmaj7) ist das Rückgrat von Jazz und Bossa Nova. Akkorde mit derselben Funktion können sich vertreten: Probier statt C einmal Am.
Molltonarten: natürlich, harmonisch und melodisch
Natürliches Moll hat dieselben Akkorde wie seine Dur-Paralleltonart, nur ab der vi gezählt: a-Moll nutzt Am, H°, C, Dm, Em, F und G. Weil die Moll-v (Em) nur schwach zur Tonika zurückzieht, verwenden Lieder in Moll fast immer die Dur-V aus dem harmonischen Moll (siebte Stufe einen Halbton höher): E oder E7 in a-Moll.
In harmonisch Moll lauten die Akkorde Am, H°, C+ (übermäßig), Dm, E, F und Gis°; in melodisch Moll Am, Hm, C+, D, E, Fis° und Gis°. In der Praxis mischen Lieder in Moll alle drei Formen.
Wie die Akkordsymbole hier geschrieben werden
Das Tool nutzt die Akkordschrift aus brasilianischen Songbooks und die internationalen Notenbuchstaben. Die große Septime steht als 7M (C7M ist dasselbe wie Cmaj7 oder CΔ7), die kleine Septime als m7 (Dm7) bzw. 7 (G7). Halbvermindert erscheint als m7(♭5), etwa Bm7(♭5), bei uns Hm7♭5 oder Hø. Der verminderte Dreiklang heißt B° (Hdim), der übermäßige C5+ (Caug oder C+). Und denk daran: Ein B im Symbol ist das deutsche H, ein B♭ das deutsche B.
Tipps
- Um ein Lied nach Gehör zu spielen, bestimm die Tonart über den Akkord, auf dem das Lied endet, und probier die Akkorde dieser Tonart durch.
- Um ein Lied in eine andere Tonart zu bringen, ersetzt du jeden Akkord durch den Akkord derselben Stufe in der neuen Tonart: Die IV von C-Dur (F) wird zur IV von G-Dur (C). Der Quintenzirkel zeigt das, wenn du den Kreis drehst.
- Auf der Gitarre sind G, C, D, A und E die einfachsten Tonarten für den Anfang, weil sie kaum Barréakkorde brauchen. Auf der Ukulele fängst du mit C und G an.
- Passt die Originaltonart nicht zu deiner Stimme, geh in eine benachbarte Tonart und nimm dort die Akkorde derselben Stufen.
Häufige Fragen
Was sind die Akkorde einer Tonart?
Die sieben Akkorde, die aus den Tönen einer Tonleiter gebildet werden, einer auf jeder Stufe. In Dur ist das Muster immer Dur, Moll, Moll, Dur, Dur, Moll und vermindert.
Welche Akkorde gehören zu C-Dur?
Als Dreiklänge: C, Dm, Em, F, G, Am und H°. Als Septakkorde: Cmaj7, Dm7, Em7, Fmaj7, G7, Am7 und Hm7♭5 (im Tool als C7M, F7M und Bm7(♭5) geschrieben).
Welche Akkorde gehören zu G-Dur?
G, Am, Hm, C, D, Em und Fis°. Als Septakkorde: Gmaj7, Am7, Hm7, Cmaj7, D7, Em7 und Fism7♭5. Die G-Dur-Tonleiter hat ein Kreuz, das Fis.
Welche Akkorde gehören zu a-Moll?
In natürlichem Moll: Am, H°, C, Dm, Em, F und G, dieselben Akkorde wie in C-Dur. In der Praxis ist die Dominante meist E oder E7, die aus dem harmonischen Moll kommt.
Wie finde ich die Akkorde einer beliebigen Tonart?
Schreib die Tonleiter der Tonart auf und wende das Muster an. Dur: I, ii, iii, IV, V, vi, vii°. Natürliches Moll: i, ii°, III, iv, v, VI, VII. Die Tabellen auf dieser Seite zeigen alle 12 Tonarten fertig.
Was ist der Unterschied zwischen Dreiklang und Septakkord?
Ein Dreiklang hat drei Töne (Grundton, Terz und Quinte), wie C. Ein Septakkord (Vierklang) fügt die Septime hinzu, wie Cmaj7 oder G7, und klingt voller; er ist typisch für Jazz, Soul und Bossa Nova.
Was sind Tonika, Subdominante und Dominante?
Das sind die Funktionen der Akkorde in einer Tonart. Die Tonika ist das Zuhause (I, iii, vi), die Subdominante bereitet vor (ii, IV), und die Dominante erzeugt die Spannung, die zurück zur Tonika drängt (V, vii°).